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von Karin Schrey
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(Auszug) entnommen
"WortPartner", 2001
Der Tag, an dem ich die Schaumgeborene
fand, war ein schöner, heißer Sommertag. Die Flut hatte eingesetzt. Ich
ging, auf der Suche nach Muscheln, direkt an der Wasserlinie entlang.
Da entdeckte ich sie. Unter einem Haufen bräunlichen Tangs schimmerte
etwas Hautfarbenes hervor. Ich zog es heraus. Es war eine etwa 40 cm große
Puppe ohne Kopf. Sie war ganz von grünen, schleimigen Algen überzogen.
Auf dem Rücken hatte sie eine Klappe. Sand und Wasser kamen heraus, als
ich sie öffnete. Die Platte der Sprechpuppe war nicht mehr da. Schade!
Der Sprung ins kalte Wasser hatte ihr die Sprache verschlagen. Zu gern
hätte ich gewusst, welche Sprache sie gesprochen hatte. Wo mochte sie
herkommen? Von welchem Schiff war sie gefallen? Wie lange sie wohl schon
im Meer trieb?
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