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Image Hauptanliegen des Autors war es, wichtige Ereignisse des zurückliegenden Politik-, Kunst- und Unterhaltungsgetümmels auf Entstehungsgeschichte, Substanz und Sinn zu prüfen – auch, um daraus Rückschlüsse für künftiges Denken, Leben und Wirtschaften abzuleiten. Dass dabei – zumindest stückweise – so etwas wie ein Update zu „Störfall Zukunft“ zu Stande kam, stört nicht. Im Gegenteil – denn einige der z. T. brandheißen, aber nur angerissenen Themen der jüngsten Vergangenheit wurden jetzt beherzt zu Ende geführt. Das heißt nicht, dass Scharfenorth den Leser erneut mit Finanz- und Euro-Krise, alternativen Energien und Umweltdebatten zudröhnen will. Nein! Er eröffnet auch neue, äußerst kurzweilige Themen. So gibt es eine bissige deutsch-deutsche Nabelschau, das Naserümpfen zum durchbuchstabierten Werteverfall unserer Tage, abschätzige Spots zum heutigen Kulturbetrieb etc. etc. Bestsellerlisten macht der Autor recht schnell zu „Plattpinslerpisten“ – und den hilflosen Versuch, Kunst durch Fäkalien und Pornos aufzupeppen, zum Dekadenztest. Damit nicht genug. Man erfährt auch, wie schlicht der „arabische Frühling“, Chodorkowski und Obama fehlinterpretiert werden können und warum „Big brother is watching you“ mehr ist als bloßer Container-Blödsinn.

Die im Buch enthaltenen Texte sind sowohl untereinander als auch mit der Vorläufer-Publikation verbunden, im Netz mehrhundertfach verlinkt und über Stichworte aufrufbar. Utz Peter Greis, Düsseldorf, hat die Beiträge mit sinnfälligen Vignetten versehen und so den Eintritt ins Buch wesentlich befördert. Für Fans stellt der Autor eine DVD zur Verfügung, die eine schnelle Quellen-Recherchen über angeführte Links ermöglicht.

 

Weitere Infos unter www.stoerfall-zukunft.de

„abgebloggt“, Heiner Labonde Verlag, Grevenbroich, 2011,

ISBN 978-3-937507-31-6, 397 S., 24,80 Euro


 
Literaturkreis ERA e.V. 2007-2009